über diesen Blog

Junge Menschen lieben neue Medien, vor allem Internettechnologien sind aus der heutigen Jugendkultur nicht mehr wegzudenken. Im Internet surfen, Videos am PC ansehen, E-Mails schreiben, Chatten – das ist „ihr Ding“. Aber auch viele ältere Menschen interessieren sich dafür, scheuen aber den ersten Kontakt mit dem Medium oder kennen sich in der Benutzung und im Umgang mit Internet & Computer nicht ausreichend aus. Genau dieser Zugang zur virtuellen Welt soll ihnen durch die Initiative „Netzr@ife“ ermöglicht und erleichtert werden.

Die Initiative nutzt das Wissen und Interesse der jungen Generation in Sachen neue Medien und stärkt dabei ihre medialen Kompetenzen. Zusätzlich bietet sie den Heranwachsenden große Chancen zur persönlichen Entwicklung. Dazu gehört vor allem auch der Dialog und der Austausch mit der älteren Generation.

Verschiedene Schulen arbeiten mit den ASZ (Alten Service Zentren) vor Ort zusammen und schulen Senioren.

Im Vorfeld erhalten die Schüler selbst eine comp@ss Schulung und ein Sozialkompetenztraining das sie auf die Schulung der Senioren vorbereitet.

Hier im Blog finden sich Artikel zu der eigenen Schulung, der Schulung der Senioren und der ehrenamtlichen Unterstützung der Senioren am PC in den Alten Service Zentren.

Seniorenschulung im ASZ Untergiesing (Nadine)

Als uns unsere Direktorin fragte, ob wir dazu Lust hätten, Senioren im Umgang mit dem Internet zu unterrichten, nahmen wir das Angebot an. Wir haben uns informiert, wie alles abläuft und haben uns dann entschieden es zu machen. Es war freiwillig und in der Freizeit.

Ich unterrichtete von Anfang an meine Seniorin im Bereich Computer und Internet an der Hauptschule Ichostrasse. Wir gaben den Senioren ein Mal in der Woche 2 Stunden lang Unterricht, insgesamt 6 Mal. Als die Ferien anfingen habe ich zugesagt, die Seniorin auch weiterhin zu unterrichten. Dies fand an 5 Terminen im ASZ Untergiesing statt. Da wir keine Profis sind, konnten wir nicht alles wissen, was uns die Senioren gefragt haben, deswegen hat uns unser Lehrer während der Schulung unterstützt. Während der weiterführenden Betreuung im ASZ gab es auch Unterstützung, aber eigentlich haben wir sie ganz alleine durchgeführt.

Meine Schülerin konnte zwar nur mit der Tastatur umgehen, aber das war kein Problem. Sie schrieb sich zu Hause Internetseiten auf und brachte ihre Notizen mit. Sie hat noch keinen Computer zu Hause, aber sie will sich demnächst einen zulegen. Sie meisterte Mausübungen und schreib im Schreibprogramm Word Briefe, z.B. was heute für ein Wetter ist und ähnliche Dinge, es war nicht gerade einfach für sie. Sie hatte viele Fragen und wollte die Antworten so schnell wie möglich, aber ich hatte nicht immer eine Antwort parat. Sie wollte ihren Freunden eMails  schreiben und so zeigte ich ihr wie alles funktioniert. Damit sie nicht alles vergisst, was ich ihr beigebracht habe, nahm sie jedes Mal einen Block und einen Stift mit, um damit alles Wichtige aufzuschreiben. Wir sprachen nicht nur über Computer und Internet, sondern auch über andere Themen, z.B. was wir die Woche gemacht haben, über die Schule und Freizeit usw.

Meine Schülerin war sehr neugierig aber auch ein bisschen ungeduldig. Deshalb hat sie auch sehr schnell gelernt, auch, weil sie sich alles aufschrieb. Sie war immer sehr freundlich und nett, sie hat mir sogar manchmal etwas mitgebracht, obwohl das gar nicht nötig war, da ich sie sehr mochte.

Insgesamt habe ich sehr viel Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen und sogar mein Computerwissen erweitert. Am Anfang war ich total aufgeregt und wusste nicht was ich machen sollte, aber dadurch, dass sie so nett und freundlich war, haben wir uns ganz gut verstanden, was mir die Aufregung genommen hat. Auch wenn es manchmal etwas anstrengend und kompliziert war, war es am Ende eine tolle Erfahrung.

Seniorenschulung im ASZ Untergiesing (Tanja)

Nach Abschluss des Kurses in der Hauptschule Ichostrasse haben wir 5 Termine für eine 1:1 Betreuung im ASZ Untergiesing vereinbart. Die Seniorin konnte schon gut mit der Tastatur umgehen, hatte aber noch Schwierigkeiten mit der Maus. Das mit der Maus war ein bisschen schwierig zu erklären, weil sie durcheinander kam. Wir haben jede Stunde neu angefangen mit den Mausübungen, damit sie besser wird, und dann kam sie mit der Maus klar.Wir haben für sie auch ein E-Mail Konto eingerichtet, da sie sich dafür sehr interessierte. Ich habe ihr auch gezeigt, wie man Internetseiten ausdruckt. Ich musste es ihr paar Mal erklären, aber dann hat sie es sich auch eingeprägt und ist immer besser geworden. Das Word Schreibprogramm haben wir auch zusammen durchgemacht. Durcheinander ist sie auch noch mit den Schaltflächen und ihren Bedeutungen gekommen. Das Speichern habe ich sie sehr oft wiederholen lassen, weil sie sich das einfach nicht merken konnte, aber danach ging es und sie hat sich das alles gemerkt. Ich habe ihr auch sehr viel zum Thema Sicherheit erklärt, damit sie nichts Unüberlegtes tut, zum Beispiel dass man sich jedes Mal ausloggen muss wenn man den Computer verlässt. Wir verstanden uns sehr gut, die Seniorin und ich. Sie war sehr nett und höflich, was mir die Arbeit wesentlich vereinfacht hat. 

Ich dachte es ist nicht so schwierig, die Seniorin zu unterrichten, ganz im Gegenteil – ich dachte es wäre sehr einfach, aber dann habe ich angefangen und es war doch schwieriger als ich dachte, weil sie noch ganz am Anfang war. Wir haben auch ein bisschen geredet über Fußball, was in den Nachrichten passiert, und ein bisschen über mich und das Seniorenprojekt. Ich habe dabei auch sehr viel gelernt. Manchmal, wenn sie im Internet gesurft hat, saß ich daneben und habe mich auch ein bisschen gelangweilt. Schwierig war es auch mit ihren Fragen, weil ich sie nicht alle beantworten konnte. Aber insgesamt hat es mir sehr Spaß gemacht, ihr zu helfen. Es war auch sehr interessant, mal zu sehen, wie sich Lehrer fühlen, und ich muss sagen, es ist ziemlich anstrengend. Dadurch bin ich aber auch selbstbewusster und geduldiger geworden.

Seniorenschulung im ASZ Untergiesing (Rakiny)

In den ersten 2 Ferienwochen haben wir uns 5 Mal getroffen im ASZ Untergiesing. Mein Schüler war ein sehr netter älterer Herr, der schon einige Erfahrung im Umgang mit Computer und mit Internet hatte. Ich kannte ihn bereits gut, weil wir schon im Seniorenkurs in der Hauptschule Ichostrasse zusammen gearbeitet haben.

In den 5 Terminen haben wir die Kursinhalte vertieft, wie z.B. Mausübungen, Microsoft Windows, Microsoft Office Word und Internet. Da mein Schüler bereits einen web eMail Account hatte, brauchten wir das nicht mehr zu üben. Auch mit dem Internet konnte er schon gut umgehen. Er hat eigenständig Webseiten besucht und gelesen, vor allem über Banken, Fussball und Nachrichten. Dabei hat er meine Hilfe überhaupt nicht gebraucht. Deshalb habe ich ihm vor allem Windows und Word erklärt. In Word wollte er einen Rahmen hinzufügen und das Dokument in verschiedeneren Schriftarten, -farben und -größen formatieren. Hier habe ich einfach die verschiedenen Icons erklärt. Mit dem Cursor und Markieren von Text hatte er keine Probleme.

Allerdings hatte er noch Schwierigkeiten mit den Maustasten: er ist durcheinander gekommen, wann man rechts und links drücken muss. Obwohl es immer besser wurde, war das auch gegen Ende der Betreuung immer noch ein Problem. Aber da er mit allem anderen schon so gut war, hat ihn das nicht gestört. 

Es war manchmal anstrengend, alles mehrmals zu erklären, weil mein Schüler oft wieder vergessen hat, was ich ihm gesagt habe. Meistens war es aber einfach, weil er schon sehr viel wusste. Dann hat das Erklären besonders viel Spaß gemacht. Gerade beim Erklären mit Microsoft Word habe ich selber viel dazu gelernt, ich einiges von dem, was mein Schüler wissen wollte, selber gar nicht wusste. Vor dem Kurs hätte ich mich als schüchtern bezeichnet, aber jetzt traue ich mir viel eher zu, auf andere Leute zu zugehen.

net-comp@ss und Sozialkompetenzschulung Peslmüllerschule

Vom 05.-12.Juli fand in der Peslmüllerschule in Pasing eine net-comp@ss Schulung und ein Sozialkompetenztraining statt.

Die Jugendlichen erfuhren im ersten Teil alles rund um den PC, Hardware-Software, Textverarbeitung, Email, Minihomepage, Copyright  und ganz wichtig ” wie bewegt man sich sicher im Internet”, sowie Selbst-und Datenschutz.

An den letzten beiden Tage wurde speziell auf den Umgang mit Senioren eingegangen, deren Interessen und mögliche Handicaps  besprochen und methodisch-didaktischer Umgang bei Schulungen der Senioren.

Als Methode wählten wir die Meta-Plan- Technik,  sowie Rollenspiele und Rollentausch.

Den Teenies hat es großen Spaß gemacht, schlüpften sie doch sowohl in die Rolle der Senioren als auch in die Rolle des Lehrers und konnten sich auf sehr praktische Weise beweisen und sich für die zukünftige Rolle stärken.

Schüler-Schulung in der Sabelschule

Die Schulung fand in der Sabelschule in München statt.

Teilnehmer waren zwölf Jugendliche aus drei 9. Klassen der Realschule die sich in einer Projektwoche mit dem net-comp@ss schulen liessen.

Sie erarbeiteten dabei gemeinsam, wie sie die Senioren an fünf Montag-Nachmittagen schulen.

Spannend war dabei, dass nicht bekannt war, welche Vorkenntnisse die Senioren mitbringen und ob bzw. welche Rechner und Internetverbindung sie zu Hause haben.

So bereiteten die Jugendlichen drei Gruppen vor, in die sie die Senioren einteilen wollten:

Anfänger, Fortgeschrittene und Könner

Am letzten Tag wurde speziell auf die Situation von Senioren eingegangen, was man bei der Schulung und was beim Umgang mit Ihnen beachten sollte.

seniorenschulung in der hs am bayernplatz

heute war unser zweiter termin. wir haben heute ein worddokument erstellt und im internet nach sehenswürdigkeiten in muenchen recherchiert. hat total spaß gemacht.